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Ratten sind kluge Tiere und wählen sehr bewusst aus, wo sie sich aufhalten. Sie bleiben dort, wo sie alles finden, was sie zum Überleben brauchen: Nahrung, Wasser, sichere Rückzugsorte und ein angenehmes Klima. Viele dieser verlockenden Angebote schaffen wir ungewollt selbst – ein offener Mülleimer, ein paar Körner unter dem Vogelhaus oder eine vergessene Lücke im Mauerwerk reichen oft schon aus. So entstehen oft unbemerkt Anziehungspunkte für die Nager.
Wo Ratten auftauchen, entstehen meist gleich mehrere Probleme gleichzeitig. Viele davon entwickeln sich schleichend und werden erst sichtbar, wenn der Schaden bereits entstanden ist.
Ratten suchen gezielt Orte auf, die ihnen das Leben leichter machen. In dicht besiedelten Wohngebieten finden sie nahezu alles, was sie benötigen. Was für uns alltäglich und unscheinbar ist, wirkt auf die Nager wie eine Einladung. Kleine Details schaffen einen Lebensraum, der für die Tiere kaum attraktiver sein könnte.
Wo Menschen leben, fällt immer etwas Essbares ab. Offene Mülltonnen oder halb geschlossene Kompostbehälter bieten Ratten im Garten eine Nahrungsquelle, die verlässlich und leicht zu erreichen ist. Auch Tierfutter – vom Hühnerstall über die Katzenschale bis zur Vogelfutterstelle – ist ein echter Magnet. Selbst kleine Mengen genügen, damit Ratten immer wieder zurückkehren. Sie merken sich Orte, an denen regelmäßig Futter verfügbar ist, und bleiben oft in unmittelbarer Nähe, solange sich dort etwas finden lässt. Da sie alles fressen, was ihnen in die Quere kommt, wird nahezu jede Form biologischer Abfälle zum willkommenen Festmahl.
Wasser ist für Ratten genauso wichtig wie Nahrung – und auch hier finden sie in unserer Umgebung genügend Gelegenheiten. Eine offenstehende Regentonne, ein langsam tropfender Außenhahn oder eine Stelle, an der sich nach dem Regen Wasser sammelt, reichen völlig aus. Auch Vogeltränken oder Wasserschalen für Haustiere sind beliebt bei den Nagern. Oft fallen uns selbst diese kleinen Wasserquellen gar nicht auf. Für Ratten jedoch machen sie ein Grundstück schnell zu einem Favoriten. Besonders in trockenen Sommern haben Gebiete mit verlässlichen Wasserquellen einen enormen Anziehungseffekt.
Ratten brauchen sichere Orte, an denen sie tagsüber ungestört sind. Zwischen Holzstapeln, in Kellerschächten, unter Terrassen oder hinter Gartengeräten entstehen kleine Nischen und dunkle Ecken, die Ratten geradezu idealen Schutz bieten. Mauerritzen, offene Lüftungsschächte oder Hohlräume im Fundament dienen ihnen als Zugangspunkte, die oft jahrelang unentdeckt bleiben. Hier können sie sich lange Zeit in Ruhe aufhalten, Wege anlegen und ihre Jungen großziehen, ohne gestört zu werden. Für ein Tier, das am liebsten im Verborgenen bleibt, sind solche Verstecke Gold wert.
Ein weiterer Faktor, der Ratten anzieht, ist die konstante Wärme, die Gebäude und technische Anlagen ausstrahlen. Heizungsräume, Abwasserkanäle, warme Rohre oder isolierte Kellerecken bieten ein Klima, das selbst in der kalten Jahreszeit angenehm bleibt. In natürlichen Lebensräumen müssen die Nager viel Energie aufbringen, um Kälte und Nässe zu überstehen – in der Nähe des Menschen ist das kaum nötig. Insbesondere im Herbst und Winter verstärkt die Wärme von Häusern die Anziehungskraft erheblich. Ratten wissen sehr genau, wo sie warme geschützte Nischen finden, aus denen sie nur ungern wieder verschwinden.
Ratten verschwinden nicht einfach von selbst – man muss ihnen die Anreize entziehen, zu bleiben. Durch einige gezielte Maßnahmen lässt sich das Umfeld so verändern, dass die Tiere das Interesse verlieren.
Viele Fragen rund um das Thema Ratten tauchen immer wieder auf – vor allem, wenn man erstmals Anzeichen für ihre Anwesenheit bemerkt. Die folgenden Antworten fassen die wichtigsten Punkte übersichtlich zusammen.
Ratten werden vor allem durch leicht zugängliche Nahrung angelockt. Offene Mülltonnen, herumliegende Essensreste, Tierfutter im Garten oder ungesicherte Komposthaufen bieten ihnen ein reichhaltiges und verlässliches Angebot. Auch Fallobst oder verstreute Körner unter Vogelhäusern gehören dazu. Sobald Ratten merken, dass sie an einem Ort immer wieder fündig werden, kommen sie gerne wieder und bleiben oft in der Nähe, solange der „gedeckte Tisch“ bestehen bleibt.
Ja, Ratten sind erstaunlich geschickt und benötigen nur sehr geringe Spalten, um einzudringen. Bereits Öffnungen von etwa zwei Zentimetern können ausreichen. Durch flexible Körper, starke Zähne und ein gutes Gespür für Schwachstellen gelangen sie in Keller, Zwischenräume oder hinter Fassadenelemente. Typische Einstiegspunkte sind undichte Türen, Lücken an Leitungen, beschädigte Lüftungsgitter oder Spalten im Mauerwerk. Wer den Verdacht hat, sollte das Gebäude gründlich prüfen und solche Stellen
Im Winter suchen Ratten vor allem Schutz und Wärme. Wenn die Temperaturen fallen, werden Gebäude besonders attraktiv: beheizte Räume, geschützte Kellerecken, warme Leitungen und gut isolierte Bereiche bieten ideale Bedingungen. Gleichzeitig finden die Tiere draußen immer weniger Fressbares – rund um Häuser hingegen deutlich mehr davon. Deshalb häufen sich in den Wintermonaten Sichtungen in Kellern und Nebengebäuden.
Es braucht nicht viel, um das eigene Zuhause für Ratten unattraktiv zu machen. Wer regelmäßig für Ordnung sorgt, Futterquellen entfernt und typische Schlupflöcher schließt, nimmt den Tieren die Grundlagen, die sie zum Bleiben brauchen. Der Einzug lästiger Mitbewohner lässt sich so bereits im Vorfeld verhindern – oft mit einfachen Handgriffen, die kaum Zeit kosten. Doch sobald erste Spuren auftauchen oder bereits Ratten im Garten, im Keller oder rund ums Haus aktiv sind, sollte man aufmerksam werden. Hausmittel helfen dann nur selten dauerhaft, denn Ratten sind lernfähig und nutzen jede Schwachstelle aus. Außerdem vermehren sich die Tiere rasant. Eine professionelle Rattenbekämpfung ist meist unerlässlich. Ein Kammerjäger deckt die Ursache auf und sorgt dafür, dass die Ratten nicht zurückkehren. So wird Ihr Zuhause im Handumdrehen wieder zu einem Ort, an dem Sie sich rundum wohlfühlen.